J.R.R. Tolkien
John Ronald Reuel Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein in Südafrika geboren. Sein Vater Arthur starb, als er gerade vier Jahre jung war, und so musste seine Mutter ihn und seinen jüngeren Bruder Hilary in bescheidenen Verhältnissen in England aufziehen.
Früh schon zeigte sich die Begabung, die später zu Tolkiens Weltruhm führen sollte: Seine Liebe zu Sprachen, seine Fähigkeit, sich mit Begeisterung mit einem Thema lange Zeit, wenn nicht lebenslang, zu beschäftigen; der Wunsch, einen neuen Mythos für England zu schaffen.
Tolkien durchläuft eine vorbildliche akademische Karriere. 1919 legt er den M.A. ab, zwei Jahre später wird er Professor für Englisch an der Universität Leeds. Seine letzte Professur erhält er als Professor für englische Sprache und Literatur 1945 in seinem geliebten Oxford. Bekannt sind seine Übersetzungen und seine Vortragsreihe "On Fairy-Stories", die sich mit Mythologie, Phantasie und der Kreation sekundärer Welten beschäftigen.
Tolkien geht 1959 in Ruhestand und ist überrascht, welchen Erfolg seine Neuschöpfung einer mythischen Welt hat, die im "Silmarillion", dem "Herrn der Ringe" und dem "Hobbit" Ausdruck finden sollte. Gerade in den Vereinigten Staaten wird der Brite in den 60ern zum Kultautor. 1972 wird er von der Queen mit dem Orden "CBE" für seine herausragende literarische Bedeutung geadelt. 1973 stirbt der Schöpfer von Mittelerde nach kurzer Krankheit in einem Krankenhaus in Bournemouth, England.
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